Anabolika-Doping: Steroide sind alles andere als harmlos
Laut Diel lassen sich zwischen akuten, mittelfristigen und langfristigen Nebenwirkungen unterscheiden. Eine der akuten Konsequenzen kriegen die Doper wahrscheinlich gar nicht mit. Denn wer in hohen Dosen künstliches Testosteron zuführt, legt damit die körpereigene Produktion lahm.
- Den Muskelaufbau im Visier, scheinen sie vom hohen Nebenwirkungsrisiko nichts zu wissen oder ignorieren es.
- Konsequenterweise werden heute für therapeutische Zwecke bevorzugt Testosteronverbindungen anstelle von 17-methylierten Steroiden angewendet.
- Häufigste Folgeerscheinung ist die Brustbildung beim Mann (Gynäkomastie).
- Zunehmend wird von Nebenwirkungen durch Anabolika in medizinischen Fachzeitschriften berichtet, wobei auf zahlreiche Todesfällen durch Herzinfarkte nach Anabolikaanwendung hingewiesen wird.
Es ist in Deutschland nicht zugelassen, aber für orale Applikation in den USA erlaubt. Metandienon (Dianabol®) ist die vermutlich am weitesten verbreitete Substanz im Fitnessbereich. Sie ist seit 1987 in den meisten westeuropäischen Staaten und den USA auf Grund ihrer lebertoxischen Wirkung verboten. Metandienon oder orale anabole steroide dosierung Metandrostenol besitzen verglichen mit Testosteron eine zusätzliche Doppelbindung an C-1,2. Eine in üblicher Weise eingeführte Methylgruppe in 17α-Position erlaubt die orale Applikation. In einigen Androgenen, wie Norethandrolon, Ethylestrenol, Norbolethon, ist diese Position durch eine Ethylgruppe ersetzt.
Wirkung
Auch die auffällig schachtelartige Kopfform vieler Bodybuilder ist ein Indiz für die Einnahme von Somatotropin beziehungsweise von Wachstumsfaktoren. Besonders tückisch an der illegalen Einnahme von Somatotropin ist, dass seine Nebenwirkungen und Gefahren wie Akromegalie und Typ-2-Diabetes meist irreversibel sind. Zudem scheint das Risiko für einige Krebsarten wie Leukämie erhöht zu sein. Zur Muskeldefinition schlucken Bodybuilder häufig zusätzlich Diuretika.
Die besten legalen Steroide für den Muskelaufbau
Wenn Breiten- und Freizeitsportler Steroide zum Muskelaufbau konsumieren, wird das dagegen als Medikamentenmissbrauch bezeichnet. Tatsächlich bewirkt der Konsum von anabolen Steroiden aber häufig das genaue Gegenteil. Wer sie einnimmt, wird aggressiv, unausgeglichen und potenziell auch abhängig. „Die Männer werden unausstehlich und darunter leiden die Sozialbeziehungen“, sagt Steinacker. Auch aus diesem Grund schätzt er den Missbrauch von leistungssteigernden Medikamenten als großes gesellschaftliches Problem ein.
Eine Verringerung der Testesvolumina und ein erhöhtes Prostatakarzinomrisiko wird beobachtet [17]. Die Umwandlung von Testosteron in Estrogene durch Aromatase bewirkt eine Feminisierung männlicher Anwender. Dagegen können die Stoffe bei Frauen Hirsutismus, Akne, eine tiefe Stimme, klitorale Hypertrophie, verringerte Brustmasse und Menstruationsstörungen bei gleichzeitiger Vermännlichung bewirken [18]. Durch die erhöhte Viskosität des Blutes steigen der Blutdruck sowie die Thrombosegefahr mit dem Risiko lebensbedrohlicher Komplikationen für das Herz-Kreislauf-System deutlich an. Wem die Nebenwirkungen zu bunt wurden oder sich anderweitig seinen körperlichen Idealen nähern will und Anabolika absetzt, steht vor einem Dilemma.
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